Warum eine Standortbestimmung heute Entscheiderpflicht ist
Viele CEOs und Verwaltungsräte wissen, dass Digitalisierung notwendig ist. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wie schnell man relevante Fortschritte erzielt. Trotzdem scheitern viele Transformationsprojekte oder verlieren massiv an Tempo, bevor sie Wirkung entfalten.
Der Grund ist banal: Es fehlt die Klarheit über den Ausgangspunkt.
Bevor Projekte gestartet, Systeme evaluiert oder Investitionen geplant werden, sollte eine einfache, aber entscheidende Frage beantwortet sein:
Wo steht Ihr Unternehmen heute digital und IT-seitig?
Diese Frage klingt simpel. Aber sie ist strategisch.
Digitalisierung ohne Standortbestimmung ist wie Segeln ohne Kompass

- Ein neues ERP, weil das bisherige veraltet ist
- Automatisierung, weil ineffiziente Prozesse nerven
- Cloud, weil «alle das machen»
- Digitalisierungsziele, weil der Verwaltungsrat sie erwartet
Doch ohne Analyse der Ausgangslage entsteht ein Muster:
Aktion ohne Orientierung führt zu Fehlentscheiden, Mehrkosten und Frust.
Die Standortbestimmung schafft die notwendige Klarheit. Aber – und das ist entscheidend – sie ersetzt keine Strategieentwicklung. Sie bildet deren Grundlage.
Standortbestimmung und Strategie gehören zusammen – aber sind nicht dasselbe
Der Ablauf sieht idealerweise so aus:
- Standortbestimmung
Transparenz über den heutigen Zustand – Identifikation relevanter Potenziale und Risiken. - Strategieentwicklung
Definition der Digitalstrategie basierend auf Erkenntnissen aus der Standortbestimmung – Zielbild, Prioritäten und Roadmap… und abgestimmt auf die Unternehmensstrategie! - Handlungsfelder und Umsetzung
Aus der Strategie werden konkrete Massnahmen und Projekte abgeleitet.
Standortbestimmung > Strategie > Handlungsfelder > Umsetzung
Diese Reihenfolge verhindert, dass Unternehmen im Aktionismus versinken.
Was ist eine Standortbestimmung?
Eine Standortbestimmung ist ein strukturierter Analyseprozess, der zeigt, wo das Unternehmen digital steht und welches Potenzial besteht. Das Ergebnis ist ein Management-Report, der faktenbasiert aufzeigt:
- wo das Unternehmen reif ist,
- wo Defizite oder Risiken bestehen,
- und welche Themen für die spätere Strategieentwicklung relevant sind.
Sie umfasst typischerweise folgende Bereiche:
- Geschäftsprozesse
- Technologie und Systemlandschaft
- Digitalisierungsgrad der Wertschöpfung
- Organisation, Kompetenzen und Kultur
- IT-Governance und Sicherheit
Ergebnis: Klarheit über den Ist-Zustand und Inputs für die Strategie.
Für Unternehmen, die eine erste Orientierung wünschen, gibt es zudem den Quick-Check, eine kompaktere Variante mit weniger Aufwand und schnellerem Resultat.
Warum ist eine Standortbestimmung für CEOs und Verwaltungsräte relevant?
Entscheider müssen Entscheidungen treffen, ohne selbst Detailexperten für IT zu sein. Gleichzeitig tragen sie Verantwortung für Investitionen, Risiken und Wirkung.
Eine Standortbestimmung verschafft genau das, was Entscheider brauchen:
1. Transparenz
Sie wissen, wo das Unternehmen digital steht. Nicht gefühlt, sondern faktenbasiert.
2. Fokus
Sie erkennen, welche Themen strategisch relevant sein könnten.
3. Grundlage für die Strategie
Erst anhand der Ausgangslage kann eine klare Digitalstrategie erstellt werden.
4. Priorisierung der Umsetzung
Aus der Strategie werden erst Handlungsfelder und konkrete Massnahmen definiert.
Viele Verwaltungsräte berichten nach einer Standortbestimmung, dass sie zum ersten Mal ein gemeinsames Verständnis über den digitalen Reifegrad und die notwendigen Schritte haben.
Wie läuft eine Standortbestimmung ab?
Der Ansatz von Pfund & Partner ist bewusst pragmatisch und auf KMU-Entscheider ausgerichtet.
- Kickoff und Zielsetzung
Was soll erreicht werden? Welche Bereiche werden betrachtet? Wer ist involviert? - Interviews und Analyse
Gespräche mit Geschäftsleitung, Fachbereichen und IT. Bewertung der Prozesse, IT-Landschaft und Digitalisierungshebel. - Reifegradmodell und Potenziale
Einordnung der Ergebnisse nach einem verständlichen Reifegradmodell. - Management-Summary als Basis für die Strategieentwicklung
Standortbeschreibung mit Chancen, Risiken und Priorisierungshilfen. - Übergang in die Strategieentwicklung
Workshops, um Zielbild, Roadmap und Handlungsfelder abzuleiten.
Die Standortbestimmung endet nicht mit einer Präsentation, sondern mündet in die Strategieentwicklung.
Woran scheitern Digitalisierungsprojekte ohne Strategie?
Typische Muster:
- Technologie wird beschafft, ohne strategisches Zielbild
- Prioritäten widersprechen sich
- Bereichsprojekte statt Unternehmensprojekte
- fehlende Ressourcen- und Budgetklarheit
Eine Standortbestimmung deckt diese Risiken auf. Die Strategieentwicklung sorgt dafür, dass sie adressiert werden.
Was ist das Ergebnis am Ende der beiden Schritte?
Sie erhalten:
-
- Klarheit über die Ausgangslage
- eine Digitalstrategie mit Zielen und Roadmap
- definierte Handlungsfelder und priorisierte Massnahmen
- sichere Entscheidungsgrundlage für Investitionen
Fazit
Wenn Sie wissen, wo Sie stehen, wissen Sie auch, wo Sie hin müssen – und wie Sie dorthin kommen.



