Warum sind manche Pro­dukt­in­no­va­tio­nen erfolg­reich und andere nicht? Eigent­lich ist es ganz einfach. Ich zeige Ihnen die drei wich­tigs­ten Faktoren für erfolg­rei­che Inno­va­tion bei Pro­duk­ten und Services.

Was ist eine Produktinnovation?

Mit «Produkt» meine ich nicht nur phy­si­sche Produkte. Ein Produkt kann immer auch ein Service sein. Eine Inno­va­tion ist immer etwas, was es bis anhin in dieser Form nicht gab. Grund­sätz­lich werden zwei Arten von Pro­dukt­in­no­va­tio­nen unter­schie­den: Markt­in­no­va­tio­nen und Unternehmensinnovationen.

Unter Markt­in­no­va­tion versteht man, dass ein Produkt erstmals in dieser Art auf dem Markt ver­füg­bar ist. Das kann sogar bedeuten, dass es eine dis­rup­tive Inno­va­tion ist und somit ein bestehen­des Produkt ver­drängt. Als Beispiel sehe ich hier das erste Smart­phone von Apple, welches die kon­ven­tio­nel­len Mobil­te­le­fone verdrängte.

Eine Unter­neh­mens­in­no­va­tion bezeich­net hingegen eine Inno­va­tion eines Unter­neh­mens, welche in einer ver­gleich­ba­ren Form bereits am Markt ver­füg­bar ist. Als Beispiel kann man hier das Smart­phone der weiteren Anbieter nennen.

Wann hat Ihr Unter­neh­men die letzte Inno­va­tion geschaf­fen? Inno­va­tio­nen sind eine wichtige Vor­aus­set­zung für Markt­er­folg. Ganz beson­ders in der Zeit, in der sich viele Märkte sehr schnell verändern.

«Eine Erfin­dung ist noch keine Inno­va­tion. Eine Erfin­dung ist bei­spiels­weise Block­chain als Tech­no­lo­gie. Die Pro­dukt­in­no­va­tion ist dann aber erst der Bitcoin, welcher auf der besagten Tech­no­lo­gie basiert.»

Die entscheidenden 3 Merkmale einer erfolgreichen Produktinnovation

Um eine erfolg­rei­che Pro­dukt­in­no­va­tion zu lan­cie­ren, müssen drei wesent­li­che Merkmale erfüllt.
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Warum trägt man eine mechanische Uhr

Die Pro­blem­stel­lun­gen und Bedürf­nisse bei Ihrer Ziel­gruppe ist der Schlüs­sel zur Inno­va­tion. Niemand kauft ein Produkt, welches kein ratio­na­les oder irra­tio­na­les Problem löst oder Bedürf­nis stillt. Schwie­rig ist nur, Pro­blem­stel­lun­gen und Bedürf­nisse zu erkennen. Denn dieses ist meist nicht offen­sicht­lich. So ist das primäre Bedürf­nis eine mecha­ni­sche Uhr zu tragen ja nicht, die Zeit ablesen zu können. Sondern oft die Freude am mecha­ni­schen oder ein gewisses State­ment zu senden.

Konkret: Sprechen Sie mit Ihren Kunden und vor allem Ihren Noch-nicht-Kunden sowie Ihren Nicht-mehr-Kunden. Erar­bei­ten Sie sys­te­ma­tisch die Customer Journey, die Kun­den­er­leb­nisse, um ver­bor­gene Pro­blem­stel­lun­gen, Engpässe und Bedürf­nisse Ihrer Wunsch­kun­den auf­zu­de­cken. Beob­ach­ten Sie, wie Ihre Produkte im Alltag ein­ge­setzt werden und nehmen Sie den Stand­punkt Ihres Kunden ein. Behalten Sie immer den Kunden im Fokus.

Die Technologie und Machbarkeit

Eine Pro­dukt­in­no­va­tion muss machbar sein. In der heutigen Zeit haben wir den Vorteil, dass die Tech­no­lo­gie und der digitale Fort­schritt viel Poten­zial bieten. Die Tech­no­lo­gie alleine darf aber nie der Treiber für eine Inno­va­tion sein. Das Bedürf­nis und der Kunde steht in meiner Auf­lis­tung nicht zufällig am Anfang!

Konkret: Ihr Unter­neh­men braucht tech­no­lo­gi­sche und digitale Kom­pe­tenz. Nur wenn die tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten im Unter­neh­men bekannt sind und ein­ge­ord­net werden können, können auch Ideen für Inno­va­tion ent­ste­hen. Lesen Sie hierzu auch meinen Artikel zum Thema «Digitale Kom­pe­tenz im Ver­wal­tungs­rat zeigt Wirkung».

Das Business und die Wirtschaftlichkeit

Last but not least – jede Inno­va­tion muss auch gewinn­brin­gend umge­setzt werden können. Aber hier wartet auch bereits die Chance auf eine weitere Inno­va­tion. Nicht jedes Produkt muss am bis­he­ri­gen Preis­mo­dell fest­hal­ten. Prüfen Sie inno­va­tive Preis­mo­delle und Preis­stra­te­gien. Oft bieten diese eine Win-Win Situa­tion für Ihr Unter­neh­men und Ihre Kunden zugleich.

Konkret: Nehmen Sie auch hier den Stand­punkt Ihrer Kunden ein. Über­le­gen Sie sich im Team, was für Ihren Kunden inter­es­sant sein könnte. Viele Pro­duk­ten können auch als Dienst­leis­tung ange­bo­ten werden. Bei­spiels­weise der Bau­ma­schi­nen­her­stel­ler HILTI, der seine Geräte nicht mehr nur verkauft, sondern auch in einem Rundum-Service zur Nutzung anbietet. Denn der Nutzer will die Bau­ma­schi­nen ja nicht primär besitzen, sondern einfach mög­lichst wirt­schaft­lich nutzen.

Wo steht Ihr Unter­neh­men im Bereich Inno­va­tion? Welche Pro­dukt­in­no­va­tio­nen konnten Sie in den ver­gan­ge­nen drei Jahren erfolg­reich lan­cie­ren? Kennen Sie die Poten­ziale Ihres Unternehmens?

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